Justiz hautnah erleben - Praktikum in der Region

Praktische Studienzeit u.a. am Landgericht Detmold.


Gemäß § 8 Abs. 1 und 3 JAG NRW haben Studierende der Rechtswissenschaft u.a. eine praktische Studienzeit von 6 Wochen in der Rechtspflege abzuleisten. Ziel dieser praktischen Studienzeit ist es, bereits im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Studiums eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herzustellen.

An der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld besteht seit mehreren Jahren für Studierende in der vorlesungsfreien Zeit die Möglichkeit, die praktische Studienzeit an verschiedenen Land- und Amtsgerichten der Region abzuleisten.

Das Projekt, bei dem ein festes Kontingent an Praktikumsplätzen durch die beteiligten Gerichte zur Verfügung gestellt wird, begann im Jahr 2012 mit einer Zusammenarbeit mit dem Landgericht Detmold. Inzwischen sind das Landgericht Paderborn sowie die Amtsgerichte Bielefeld und Halle (Westfalen) dazu gekommen, so dass aktuell mehr als 100 Praktikumsplätze pro Jahr zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit waren sämtliche Plätze stets ausgebucht.

Inhaltlich wird das Ziel verfolgt, bereits in einem frühen Ausbildungsabschnitt das Verständnis für die Verbindungen zwischen Theorie und Praxis zu wecken. Dazu erhalten die Studierenden die Gelegenheit, je nach Ausgestaltung durch die beteiligten Gerichte die tägliche Arbeit einer Richterin, eines Richters, einer Staatsanwältin, eines Staatsanwalts oder einer Rechtsanwältin bzw. eines Rechtsanwalts kennenzulernen und die praktische Anwendung des theoretisch Erlernten zu erfahren. Daneben durchlaufen die zukünftigen Juristinnen und Juristen ein zum Teil umfangreiches Rahmenprogramm. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, mehr über die Arbeit der Bewährungs- und Gerichtshilfe zu erfahren, Polizeibehörden oder eine Justizvollzugsanstalt zu besuchen, an Zwangsversteigerungsterminen teilzunehmen oder sich anlässlich der Besichtigung bedeutender Unternehmen der Region mit dem Tätigkeitsfeld des Unternehmensjuristen vertraut zu machen. Vor Beginn des Praktikums findet für alle Teilnehmer/innen eine universitäre Einführungsveranstaltung statt, die - wie auch die Organisation des Bewerbungsprozesses - durch den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht (Prof. Dr. Oliver Ricken) durchgeführt wird. Die inhaltliche Ausgestaltung der praktischen Studienzeit in der Rechtspflege einschließlich der Festlegung der Termine erfolgt durch die beteiligten Gerichte.

Die Erfahrungen mit dem Programm sind auf Seiten aller Beteiligten durchweg positiv. So wird nicht nur der Anspruch auf eine sinnvolle Ableistung der praktischen Studienzeit sachgerecht umgesetzt und ein erheblicher Mehrwert gegenüber der bisherigen Praktikumssituation geschaffen, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Verknüpfung von Hochschule und Praxis geleistet. Insbesondere kann den Studierenden durch diese Kooperation auch aufgezeigt werden, welche hochattraktiven Arbeitsmöglichkeiten für Juristinnen und Juristen unsere Region bereithält.

Jedenfalls bestätigen die Erfahrungsberichte von Studierenden, dass sie durch die Teilnahme an dem Praktikumsprogramm viel für ihr weiteres Studium mitnehmen konnten. Spätestens nach Abschluss des Praktikums werden auch zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer für sich sagen können, dass Jura keineswegs eine „staubtrockene“ Angelegenheit ist.

 

Ansprechpartner:

Professor Dr. Oliver Ricken

Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht

Fakultät für Rechtswissenschaft - Universität Bielefeld

Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld

Telefon: 0521 – 106-6971

E-Mail: oliver.ricken(at)uni-bielefeld.de

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