Willem C. Vis Moot 2017

Vom 06.4.17- 13.04.17 nahm die Universität Bielefeld, unter der Leitung des Lehrstuhls Prof. Dr. Ansgar Staudiger, zum zweiten Mal am Willem C. Vis Moot in Wien teil.

Der Vis Moot  ist ein internationaler Hochschulwettbewerb auf dem Gebiet der privaten Schiedsgerichtsbarkeit, bei dem die Studierenden die Positionen eines fiktiven Mandanten vor echten Schiedsrichtern vertreten. Der Vis Moot ermöglicht den Teilnehmern den Blick in die spätere Praxisarbeit und stellt damit eine Abwechslung zu der eher dogmatischen Studienzeit dar. Außerdem erhält man die Chance, Rechtssysteme aus der ganzen Welt kennen zu lernen und sich mit anderen Studierenden darüber auszutauschen. 

Das Team unserer Universität bestand aus 4 Studentinnen, die sich dieses Jahr mit 360 Universitäten aus über 68 Ländern messen durften. Im direkten Duell traf man auf namhafte Gegner wie z.B. die Universität Berkeley aus den Vereinigten Staaten oder die La Trobe Universität aus Melbourne. Leider schafften wir es, trotz guter Leistungen, nicht den Wettbewerb zu gewinnen.   

Berkeley UniversityLa Trobe UniversityMoldava State University

Dennoch verbleiben den Teilnehmern die tollen Erfahrungen auf beruflicher aber auch menschlicher Ebene.  

Mehr zum Vis Moot oder zum Bielefelder Team findet ihr unter:

https://vismoot.pace.edu/ oder https://www.facebook.com/willemcvismootcourtbielefeld/

Soldan Moot Court 2016 - Besser als (fast) jedes Praktikum ...

 

Auch in diesem Jahr nahm die Universität Bielefeld mit zwei Teams am Soldan Moot Court teil, der vom 6. bis 8. Oktober in Hannover stattfand.

Die Veranstaltung leistet einen Beitrag zur praxisorientierten Juristenausbildung. Nähere Informationen unter: www.soldan-moot.de

Am ersten Tag hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, im Rahmen der Vierten Hannoverschen Anwaltskonferenz an Vorträgen, u.a. des den meisten Studierenden bekannten Prof. Dr. Dirk Looschelders, teilzunehmen. Beim gemeinsamen Abendessen und in den Pausen bot sich dann die Gelegenheit, die Juroren sowie die anderen Teilnehmer kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Am zweiten Tag übernahmen die Teams die Rollen von Rechtsanwälten/innen und erörterten in mündlichen Verhandlungen als Kläger- oder Beklagtenvertreter rechtliche Argumente. Diese waren bereits in Klageschrift und Klageerwiderung, für die jeweils ein zeitlicher Rahmen von etwa vier Wochen zur Verfügung stand, erarbeitet worden. Zum ersten Mal seit Studienbeginn bot sich nun die Gelegenheit, in einem realitätsnahen Umfeld in direkten Schlagabtausch zu treten. Dabei bekleideten teils Richter, teils Rechts- oder Staatsanwälte sowie Dozenten die Rolle des vorsitzenden Richters. Der diesjährige Fall hatte seinen Schwerpunkt im Kaufrecht, mit Fragestellungen zur Mängelgewährleistung bei einem Oldtimer, und im anwaltlichen Berufsrecht bezüglich dem für Syndikusanwälte geltenden Verbot, ihren Arbeitgeber zu vertreten.

Verhandelt wurde zunächst in den Räumen der Leibniz Universität. Wir Bielefelder traten gegen Teams aus Augsburg, Bayreuth, Frankfurt (Oder), Hamburg, Hannover, Heidelberg, Köln und Leipzig an. Obwohl jeder Verhandlung der gleiche Fall zugrunde lag, entwickelten sie sich aufgrund der persönlichen Schwerpunktsetzung jedes Richters in ganz unterschiedliche Richtungen.

 

 

Die Halbfinals und das Finale fanden dagegen am dritten Tag im Landgericht Hannover statt. Auch wenn es leider für die mündlichen Finalrunden – die für Hamburger und Hannoveraner reserviert zu sein scheinen – nicht gereicht hat, konnten wir uns über den zweiten Platz in der Kategorie Klageerwiderung, also für einen unserer Schriftsätze, freuen.

Nach den drei Tagen am Conti-Campus können wir allen Studierenden die Teilnahme am Soldan Moot Court nur empfehlen. Die Veranstaltung in Hannover war hervorragend organisiert. Umsichtig hatte sich das Organisationsteam auf alle Eventualitäten vorbereitet. So gab es z.B. vegetarisches und veganes Essen. Auch die Krankenversorgung war im Fall der Fälle gewährleistet, wovon wir uns überzeugen konnten... Das Grundnahrungsmittel für Juristen (Kaffee) sowie die sonstige Verpflegung standen jederzeit bereit.

Die Vorbereitung auf den Soldan Moot Court ist harte und zeitintensive Arbeit, lohnt sich aber in jedem Fall. Diese erste prozessnahe Erfahrung wiegt die Anstrengung allemal auf. Man erwirbt, egal in welchem Fachsemester man bereits studiert, bei der Erstellung der Schriftsätze und in den mündlichen Verhandlungen erstaunlich viel neues rechtliches Wissen. Nach nur zwei Verhandlungen konnten wir feststellen, wie wir uns in Rhetorik und im Auftreten bereits verbessert hatten. Am wichtigsten ist aber: der Spaß kommt bei der Veranstaltung garantiert nicht zu kurz.

Unterstützt wurden beide Bielefelder Teams von Frau Prof. Dr. Hähnchen und ihren Mitarbeitern. Herzlicher Dank gilt ihnen und auch der Fakultät für die finanzielle Unterstützung.

Willem C. Vis. Moot 2016

Vom 16.03.16- 24.03.16 nahm die Universität Bielefeld zum ersten Mal am Willem C. Vis Moot in Wien teil.

Der Vis Moot  ist ein internationaler Hochschulwettbewerb auf dem Gebiet der privaten Schiedsgerichtsbarkeit, bei dem die Studierenden die Positionen eines fiktiven Mandanten vor echten Schiedsrichtern vertreten. Dies geschieht auf der Grundlage selbst erarbeiteter Schriftsätze und mündlicher Vorträge.

In diesem Projekt lernen die Teilnehmer die schriftliche Bearbeitung von praxisnahen Fällen und das juristische Argumentieren in der englischen Sprache. Der Vis Moot ermöglicht den Teilnehmern den Blick in die spätere Praxisarbeit und stellt damit eine Abwechslung zu der eher dogmatischen Studienzeit dar. Außerdem erhält man die Chance, Rechtssysteme aus der ganzen Welt kennen zu lernen und sich mit anderen Studierenden darüber auszutauschen.  Am Vis Moot nehmen nämlich Universitäten aus 68 verschiedenen Ländern teil.

Dieses Jahr gehörten zum Team Christina Reichert, Sarah Bohnke  und Christina Erfurt. Als Coach und Betreuer vom Lehrstuhl Staudinger war Behrad Lalani dabei.

In Wien traf das Team auf die Pace University New York, die Jindal University aus Indien, das Estudios Superiores de Monterrey Campus Guadalajara aus Mexiko und gegen die University of International Business and Economics Beijing. 

Trotz ansprechender Leistungen konnte sich das Bielefelder Team leider nicht für die Top 64 der 311 teilnehmenden Universitäten qualifizieren, was auch an dem naturgemäßen Vorteil der englischen Muttersprachler gelegen haben mag. Für die drei Teilnehmerinnen war der Moot Court aber dennoch eine wertvolle Erfahrung, die sich im weiteren Studium und Berufsleben auszahlen dürfte.

 

Gemeinsames Foto mit dem Team des Estudios Superiores de Monterrey Campus Guadalajara aus Mexiko:

 

Gemeinsames Foto mit dem Team der Jindal University aus Indien:

 

Bericht vom Soldan Moot Court 2015

Studierende vor Gericht

Vom 8.10.2015 bis zu 10.10.2015 nahm die Universität Bielefeld erneut am www.soldan-moot.de in Hannover teil.

Dies ist nichts anderes als ein simuliertes Gerichtsverfahren. Studierende schreiben in der ersten Phase sowohl eine Klage als auch eine Klageerwiderung, die sich auf einen konkreten Fall beziehen. In Hannover fand dann die mündliche Verhandlung statt, die den Fall zum Abschluss bringen sollte. Hier konnten die Teilnehmer zum ersten Mal eine Güteverhandlung führen und sich im juristischen Argumentieren mit anderen Jurafakultäten aus ganz Deutschland messen.

Ziel des Moot Courts ist es, jungen Menschen erste Praxiserfahrungen vor Gericht zu ermöglichen. Ebenso sollen Kenntnisse des anwaltlichen Berufsrechts vermittelt werden. Zudem steht auch das Diskutieren als sportlicher Wettkampf im Vordergrund.

Betreut wurde das Bielefelder Team dabei vom Anwaltsinstitut der Fakultät in Person von Frau Prof.'in Dr. Susanne Hähnchen, die für Fragen während der Schriftphase zur Verfügung stand und in Hannover wertvolle Hinweise für die mündliche Verhandlungen gab.

Soldan Moot 2015

Zum Team gehörten dieses Jahr (v.l.n.r.) Alexander Dittberner, Christina Erfurt, Christina Hamacher, Prof.'in Dr. Susanne Hähnchen, Jessica Gruber, Markus Hawickenbrauck und Marie-Christin Fug.

Wir traten gegen die Teams aus Bayreuth, Halle, Leipzig und Hannover an und boten solide Leistungen, die zwar nicht für die Finalrunde ausreichten, aber den Durchschnitt hinter sich ließen. Auf der Habenseite steht – neben einem guten Ergebnis und einem Schein – vor allem die Erfahrung, dass auch an anderen Fakultäten und vor Gericht jeder nur mit Wasser kocht.

Vielleicht findet sich ja ein Team für 2016, das von den Erfahrungen der diesmaligen Teilnehmer profitieren kann und erfolgreicher sein wird. Interessenten können sich ab jetzt am lehrstuhl.haehnchen@uni-bielefeld.de melden.

Soldan Moot Court 2014

 

Fakultät für Rechtswissenschaft nimmt erfolgreich am Moot Court teil

 

Vom 9. bis 11. Oktober fand in Hannover zum zweiten Mal der Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis statt. Die Fakultät für Rechtswissenschaft war mit zwei Teams vor Ort vertreten, wovon es einem gelang den Preis des Deutschen Anwaltvereins für die beste Beklagtenschrift zu gewinnen.

Moot Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, die Jura-Studenten unter Wettbewerbsbedingungen juristische Arbeitsweisen und praktische Erfahrungen vermitteln sollen. International bereits eine etablierte Größe in der juristischen Ausbildung, steckt das Moot-Court-Wesen in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Um dem entgegenzuwirken richtete das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) der Leibniz-Universität Hannover unter Leitung von Prof. Dr. Christian Wolf zum zweiten Mal den Soldan Moot Court zum anwaltlichen Berufsrecht aus. Für die Teilnehmer stellten sich herausfordernde Fragen zum Verhältnis von Mandant und Anwalt.

Diese Fragestellungen wurden anhand einer fiktiven Fallakte bearbeitet, die sich in diesem Jahr mit dem anwaltlichen Haftungsrecht beschäftigte. Die Teilnehmer hatten zunächst im Juli/August Zeit, sich in den Fall und die aufgeworfenen Probleme einzuarbeiten und sodann eine Klageschrift zu erstellen. Anfang September erhielten die Teams dann jeweils die Klageschrift einer anderen Gruppe, auf die es zu erwidern galt. Nach Durchführung des schriftlichen Vorverfahrens trafen sich die 16 teilnehmenden Teams schließlich am zweiten Oktoberwochenende in Hannover, um, begleitet von einem spannenden und abwechslungsreichen Rahmenprogramm, die Probleme des Falles in simulierten Gerichtsverhandlungen zu erörtern. Diese Verhandlungen wurden jeweils von einem Praktiker geleitet und von zwei Juroren bewertet. Obwohl es sich bei dem Soldan Moot um einen noch jungen Wettbewerb handelt, konnten die Organisatoren für diese Aufgabe renommierte Juristen aus dem ganzen Bundesgebiet gewinnen, so kamen aus Karlsruhe Prof. Dr. Reinhard Gaier (RiBVerfG), Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch (RiBGH) und Prof. Dr. Volkert Vorwerk (Rechtsanwalt beim BGH).

Eingeleitet wurde das Wochenende mit der 2. Hannoverschen Anwaltskonferenz, bei der die Probleme des Falles von einem hochkarätigen Podium unter Leitung von Tobias Freudenberg, Schriftleiter der NJW, diskutiert wurden. Abends hatten die Teilnehmer jeweils Gelegenheit, sich bei Empfängen des Anwalts- und Notarvereins Hannover und der Bundesrechtsanwaltskammer gegenseitig kennenzulernen.

Beide Teams wurden von der Fakultät für Rechtswissenschaft unterstützt und von Prof. Dr. Frank Weiler bzw. Prof. Dr. Susanne Hähnchen betreut. Die anwaltliche Perspektive in der Betreuung wurde von Rechtsanwalt Dr. Sebastian Meyer (BRANDI Rechtsanwälte) und Rechtsanwältin Alexandra Solos-Schepetina vermittelt. Dem von Prof. Dr. Weiler und Dr. Meyer betreuten Team gelang es, den Preis des Deutschen Anwaltsvereins für den besten Beklagtenschriftsatz zu gewinnen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bielefeld sind sich einig, dass es sich bei derartigen Wettbewerben um eine großartige Gelegenheit handelt, etwas „Praxisluft“ zu schnuppern und die theoretische Seite des Studiums zu flankieren. „Wir hoffen, dass es der Fakultät gelingt auch nächstes Jahr wieder zwei starke Teams ins Rennen zu schicken und damit an den diesjährigen Erfolg anzuknüpfen“, so Teilnehmer Stefan Möbuß.

Insgesamt nahmen für die Universität Bielefeld teil:

Team Bielefeld I: Markus Hunkenschröder, Philipp Lerch, Hans Christian Lüer, Jan-Peter Möhle, Sabrina Mokulys und Daniel Steiner. Die Betreuung erfolgte durch: Prof. Dr. Frank Weiler und RA Dr. Sebastian Meyer

Team Bielefeld II: Sarah Anja Bohnke, Jan-Hendrik Haus, Sophia Graefe und Stefan Möbuß. Die Betreuung erfolgte durch Prof. Dr. Susanne Hähnchen und RA Alexandra Solos-Schepetina.

Teilnehmer beider Bielefelder Teams, mit den Betreuerinnen des Teams „Bielefeld II“, Prof. Dr. Susanne Hähnchen und RA Alexandra Solos-Schepetina (v.l.).

© 2017 Fakultät für Rechtswissenschaft » geändert 19.05.2017 von Jan-Hendrik Haus

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